• Română
  • English
  • Français
  • Deutsch
+4 0269 862 041

Nemsa

Geografischer Standort

Die Stadt Nemșa (sächsisch Nimesch, Nimes, Deutsch Niemesch, Nimesch, Nimisch, Nimschdorf, ungarisch Nemes, Szásznemes) wurde 1359 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die ersten Bewohner waren die Sachsen, 90%. An einem Ende des Dorfes, auf einer Seitenstraße waren auch einige rumänische Häuser. Der Großteil des Bodens war unter den Sachsen verteilt. Sie waren gute Landwirten und züchteten Vieh (Kühe, Büffel, Schafe) und Bienen. Weil sie vielen guten und fruchtbaren Boden hatten, brauchten sie Hilfe bei der Bearbeitung des Bodens, so dass nach Nemsa einige Roma-Familien kamen. Im Laufe der Zeit verließen die Sachsen die Ortschaft, die Roma vermehrten sich und ersetzten die Sachsen.

Die Sachsen waren sehr diszipliniert und fleißig, deswegen gibt es auch das Sprichwort : Du sollst wie bei den Sachsen im Küchenschrank putzen“ (Teil der Küchenmöbel, wo die glänzenden Gläser, Tassen und Teller aufgestellt waren).

Die ursprüngliche Kirchenburg aus Nemșa (Nimesch) wurde Anfang des Jahres 1400 gebaut. Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1869, Jahr in dem die Wehrmauer abgerissen wird, an ihrer Stelle wird eine kleine, einfachere Mauer gebaut. Bis 1739 war es eine Hallenkirche. Der Flügelaltar, der im sechzehnten Jahrhundert gebaut wurde, ist zur Zeit in der Margarethenkirche aus Mediaș. Der Glockenturm beherbergt eine Glocke, die im fünfzehnten Jahrhundert gegossen wurde. Die Orgel wurde 1883 vom Hermannstädter Wilhelm Hörbiger gebaut.

Im Laufe der Zeit lebten und kamen viele Persönlichkeiten nach Nemșa, von allen ist aber St. L. Roth die wichtigste, die bis zum Tod an das Zusammenleben aller Nationalitäten in Siebenbürgen, an die permanente Beleuchtung der Sachsen und Ausbildung der Rumänen glaubte. So wurde um 1790 hier ein Pfarrhaus gebaut, wo L. Roth seine wichtigsten Werke schrieb.

Die Evangelische Kirche aus Nemșa (Nimesch)

Der Name der Ortschaft kommt aus dem Ungarischen ("nemes") und bedeutet "edel". Die Sachsen siedelten an diesem Ort schon früh an, nachdem sie die Genehmigung aus den benachbarten Ortschaften Moșna (Meschen) und Richiº (Reichesdorf) erhielten. Die Wehrkirche (Anfang 1400) war ursprünglich eine Hallenkirche, aber da das Schiff drohte einzureißen, wurde es abgerissen und neu aufgebaut. Der Glockenturm wurde im Jahr 1869 erbaut, aber die Wehrmauer wurde abgerissen und man baute eine einfachere und niedrigere Mauer. Der typische Altar wurde im sechzehnten Jahrhundert aufgebaut und der Glockenturm beherbergt eine Glocke, die im fünfzehnten Jahrhundert gegossen wurde. Die Orgel wurde 1883 vom Hermannstädter Wilhelm Hörbiger gebaut. Die Evangelische Kirche aus Nemșa (Nimesch) ist unter Nummer 2751 in der Liste der historischen Denkmäler eingetragen. 1733 brach das verfallene Kirchenschiff ein und wurde wieder aufgebaut. 1798 erhielt das Schiff sein aktuelles Gewölbe. Zur Unterstützung verwendete man Pilaster, Spiralornamente. Die letzten Restaurierungsarbeiten wurden an der Kirche im Jahr 1954 durchgeführt. Um 1500 wurde die Kirche mit einer einfachen Umfassungsmauer mit zwei Türmen umgeben, von denen ein starker Turm erhalten blieb. Im Jahre 1752 wurde die Burgmauer repariert. Der Glockenturm wurde im Jahre 1869 in einer Entfernung von nur wenig Metern von der Kirche errichtet. Der flügellose Renaissance-Altar wurde im Jahre 1520 beendet. Die Unterseite ist verloren gegangen. Die Oberseite wird von einem Ölgemälde, das von einem unbekannten Maler stammt, gekrönt. Es stellt die Taufe Jesus Christi dar. Die drei Holzfiguren des Altars, Jesus, Moses und Paulus sind verschwunden, und um 1850 wurden sie mit Figuren die banalerweise auf Holz gemalt sind, ersetzt. Gegenüber der Kirche steht auf einem Sockel die Statue von Stephan Ludwig Roth (1796 - 1849), Pfarrer in Moșna und Nemșa, humanistischer Denker, Lehrer und Revolutionär der Bewegung von 1948 aus Siebenbürgen.

Biserica Evanghelica Nemsa