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Stephan Ludwig Roth - Professor

1821 ist er in Siebenbürgen und arbeitet als Lehrer am Gymnasium aus Mediaș (Schule, die heute seinen Namen trägt); 1828 wird er Prorektor und 1831 Rektor des gleichen Gymnasiums. Gegen Ende des Jahres 1834 kämpft er gegen die Stumpfheit der lokalen Beamten: seine festen Prinzipien sind nicht dem Geschmack der Potentaten der Zeit angepasst, so dass er aus dem Lehramt ausgeschlossen wird. Seitdem bleibt ihm nur die Erfüllung des kirchlichen Einsatzes als Prediger an der Evangelischen Kirche Medias übrig, dann als Priester in Nemșa (1837) und Moșna (1847) aber auch der Kampf für das Ideal des friedlichen Zusammenlebens zwischen den Völkern Siebenbürgens. "Der Bauer im Gelehrtenmantel“ wie ihn seine Landsleute nennen, hat uns einige Werke von großem Interesse für die Historiker überlassen, die wichtigsten sind: „Geschichte von Siebenbürgen“ (1846), das als Manuskript erhalten blieb, sowie Untersuchungen und Wohlmeinungen über Ackerbau und Nomadenwesen (1842), Der Sprachkampf in Siebenbürgen (1842) und letztens in „Der Goldmangel und die Verarmung in Siebenbürgen“ analysiert er die wirtschaftlichen und finanziellen Gründe für die Rückgabe dieses Landes, unter denen als wichtigste die Beibehaltung der Leibeigenschaft, die den Aufschwung der Handwerker nicht ermöglicht; die Leibeigenschaft ist aber unmoralisch und daher wird ihre Beseitigung von der "Menschheit und zum Wohl des Landes erforderlich; Himmel und Erde fordern Gerechtigkeit und das Erhalten der erschöpfenden Unterdrückung."

 

 

"Dieses starke Gefühl zu Leben und zu Sterben für ihre Nationalität hat dazu geführt, dass er RUMÄNE genannt wird; und wo ist die Macht, die ihm diese Staatsangehörigkeit nehmen darf, wo das Recht, das ihm widersprechen darf" ? " (Stefan Ludwig Roth, 1848)


Zitate

Die Herren von der Versammlung aus Cluj (Klausenburg) wollen eine Kanzleisprache hören und nun freuen sie sich, dass das Kind geboren wurde. Es ist nicht notwendig, dass eine Sprache als Amtssprache gilt. Eine Sprache als Amtssprache zu erklären ist nicht erforderlich. Denn wir haben bereits eine Sprache des Landes. Kein deutsch, aber auch kein ungarisch, sondern die walachische Sprache. Egal, wie wir es drehen und wenden,wir, die Nationen, die in der Versammlung vertreten sind, wir können nichts ändern. Das ist die Realität. (...) Diese Realität kann nicht bestritten werden. Sobald sich zwei Menschen verschiedener Nationalitäten treffen und keiner die Sprache des Anderen kennt, dient ihnen das Walachische als Gemeinsamkeit. Wenn man einen Ausflug macht, auf die Messe geht, kennt jeder das Walachische. Bevor man einen Versuch macht, ob jemand deutsch oder ungarisch kann, beginnt das Gespräch walachisch. Mit einem Walachen kann man sowieso nicht reden, weil er in der Regel in seinem Dialekt spricht. Es ist verständlich: um die ungarische Sprache oder deutsch zu lernen, braucht man eine Ausbildung dafür, walachisch lernt man alleine, auf der Straße, in den täglischen Gesprächen mit den Leuten. Die Einfachheit der Sprache liegt nicht nur in der großen Anzahl von lateinischen Wörtern, die dieses Volk (...) mit der Verschmelzung oder den römischen Kolonisten angenommen hat, und die uns, Siebenbürgern, aufgrund unserer Ausbildung im lateinischen Geist bekannt sind, aber auch durch die Tatsache, dass das Leben selbst uns in täglichen Kontakt mit diesen zahlreichen Menschen bringt.“ (1842)

Dieses starke Gefühl von Leben und Sterben für die Nationalität hat ihn zum RUMÄNEN gemacht und wo die Macht besteht, diese Nationalität zu nehmen, wo ist das Recht, das ihnen widersprechen könnte? " (1848)